Herbstringen 2013 in Berlin Adlershof

10. November 2013

Der Wettkampf war leider etwas schwach besucht. Von nur 97 Teilnhmern wurden ca. zwei Drittel von drei Vereinen gestellt: dem SV Luftfahrt, dem Türkischen Ringerverein und dem SV Preußen Berlin, also uns. In dieser Reihenfolge lesen sich die ersten drei Plätze und auch die Anzahl der Kämpferinnen und Kämpfer. Zusammen mit

mehr als zwei Sportlern aus der Stahlheimer könnten wir sicherlich eine stärkere Mannschaft stellen. So trug vor allem der Karower Stützpunkt mit 12 Sportlerinnen und Sportler bei, unterstützt von Hohenschönhausen. Auch die Stahlheimer Ronny Ernst und Jakob waren zusammen mit ihrem Trainer S. Bressem mit von der Partie.

Die Stimmung der Kämpferinnen und Kämpfer war gut und besonders aufgefallen ist mir der reibungslose Ablauf. Die Eltern unserer SportlerInnen unterstützen sich gegenseitig und helfen uns Trainern sehr. Hierfür an dieser Stelle einen ausdrücklichen Dank.


Pia Schippers, E-Jgd., 21kg, 1 Sieg, 2 Niederlagen, 3. Platz
 
Ein klarer Sieg, dem  2 ebenso klare Niederlagen gegen Trainingskamerad Emil und dem späteren Erstplatzierten folgten. Etwas weniger Rumgealber im Training würde Pia sicherlich erfolgreicher werden lassen. Aber sie hat noch Zeit.


Emil Baldauf, E-Jgd., 21kg, 2 Siege, 1 Niederlage, 2. Platz

Jolanda Riesel von Luftfahrt war ein schwerer Brocken. Sie wirkte deutlich Älter und gefasster, zog mehr oder weniger erfolglos zwei Kopfhüftwürfe und überraschte mit einer Brustquetsche. Dieser hielt Emil
tapfer stand, ging schließlich aber auf Schultern. Im Training raufen sich Pia und Emil schon seit längerer Zeit und es ist immer spannend. Der Lob für Emil an dieser Stelle: Wie im Vorfeld des Wettkampfes angekündigt setzte er den Halbnelson konsequent ein um Punkte zu sammeln. Gegen Hasul Adajew vom TRV konnte Emil dann einen tollen doppelten Beinangriff aufbringen und den Kampf schnell durch eine Festhalte als Schultersieger beenden.

Emilio Frank, E-Jgd., 23kg, 3 Niederlagen, 6. Platz

Das erste mal Wettkampfluft schnuppern ist ein großes Ereignis. Gerne hätten wir ihm einen Sieg gegönnt. Die Kämpfe waren schnell vorbei und Emilio wurde von seinen Gegnern geradezu überrumpelt. Im Training macht er eine gute Figur, ist diszipliniert und eifrig. Deshalb sollte er neue Eindrücke sammeln. Hoffentlich verarbeitet er sie so, dass er nicht den Mut verliert. Nach den Kämpfen war er stets gefasst und schien die
Niederlagen tapfer wegzustecken. Auch das ist eine Leistung, die es zu würdigen gilt.

Oskar Schreiber, E-Jgd., 1 Sieg, 2 Niederlagen, 5. Platz

Oskars zweiter richtiger Wettkampf war, ähnlich wie für Luca oder Emilio sicher lehrreich, wenn auch nicht siegreich. Der Brustquetsche von Karolin Huth (Luftfahrt) hielt Oskar länger stand und zeigte damit Widerstandsqualitäten. Im zweiten Kampf gegen Jason Gallinat vom SV Warnemünde eröffnete er den Kampf mit einem eigenen Beinangriffversuch. Danach folgte er aber den Gallinatschen Beinangriffen und erlag im Boden einem Nackenhebel (für Oskar nicht ganz neu). Den Sieg gegen Emilio aus Karow schaffte Oskar souverän mit einem Kopfhüftwurf und der Festhalte. Er braucht einfach Zeit und mehr Konzentration beim Training, dann klappen solche Aktionen auch gegen erfahrenere Gegner. Aber das ist mit
aller Milde zu sagen, denn in dem Jahr des Trainings sind da deutlichFortschritte zu erkennen.

Luca Bajorat, E-Jgd., 25kg, 4 Niederlagen, 5. Platz

Wie oft man Luca durch die Luft hat fliegen sehen, war sehr bedauerlich. Er ging den Kopfhüftwürfen seiner Gegner nach. Das ist auch nicht verwunderlich, denn die Technik wurde erst zwei Tage zuvor im Training für ihn eingeführt. Dafür, dass er dieser Technik dabei keine Beachtung schenkte, sondern lieber rumalberte, hat er nun einen Denkzettel. Mit der Zeit und dem Erlebnis beim Wettkampf ist Hoffnung auf etwas mehr
Disziplin beim Training verbunden. Lobenswert war jedoch die lange Brückenverteidigung in Lucas allerersten Turnierkampf überhaupt gegen Seni Kilicaslan vom TRV. Da war ein Fünkchen Kämpferherz zu sehen, dass wir nun nähren und anfeuern werden.

Avidan Rossade, D-Jgd., 23kg, 2 Niederlagen, Platz 1

Die Zusammenfassung in Zahlen liest sich sicherlich verwunderlich, doch startete Avidan mit seinen 23kg eine Gewichtsklasse höher. Deshalb sind die Niederlagen leicht zu verkraften. Bei den Kämpfen konnte er auch kaum seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, außer im Brückenkampf. Jonas Janke von Luftfahrt hatte große Mühe nach einem Spaltgriff Avidan zum Einknicken zu bewegen, der sich eine kleine Ewigkeit stur in der Brücke hielt. In besagtem Kampf griff Avidan auch die Beine seines Gegners erfolgreich an, konnte aber nur ein Bein halten und den Angriff nicht in einen Sieg verwandeln. Ähnliche Verteidigung dann gegen den Luftfahrter Vincent Valentin, der seinen Halbnelson auch erst nach einigen Mühen zum Schultersieg über Avidan brachte.

Till Baldauf, D-Jgd., 27kg, 3 Siege, 1 Niederlage, 2. Platz

Der Till, den man bei diesem Wettkampf beobachten konnte war viel reifer als sonst, weil emotional gelassener. Der Kopfhüftwurfsieg aus dem ersten Kampf ist unspannend. Spannender war der Kampf gegen den von Till bisher unbesiegten Malik Yalcin vom TRV. Trotz sichtbarer und geäußerter Angst und Unsicherheit ging Till ruhig auf die Matte. Er gab zwar eine Wertung nach der anderen ab, konnte sich aber immer befreien und sogar selbst den Gegner in kritische Lagen bringen. So verlor er nur mit 9:2 nach Punkten. Auch hinterher war er zwar verärgert, aber ohne Tränen. Das war ein Sieg über die eigene Angst. Die weiteren Kämpfe gegen Julien Grimm (Luftfahrt) und die Schwedin Nathalie Kjellberg (BK Envig) waren
durchaus spannend und von hohem Niveau. Beeindruckend war Tills instinktive Schleuder im Boden gegen Grimm oder die formschöne Doppelbrücke mit Nathalie. Insbesondere gegen Nathalie konnte Till nur gewinnen, weil er die Nerven behalten hat.

Jonas Dittmer, D-Jgd., 1 Sieg, 2 Niederlagen, 5.Platz

Jonas rang an diesem Tag nicht so gut, wie er es sonst gewohnt ist. Die zu langsamen Beinangriffe gegen Paul Schulz von AC Germania Artern brachten keine Punkte und die üblichen Wutanfälle kamen zu spät, um
etwas zu reißen. Immerhin war es keine Schulterniederlage. Gegen den Luftfahrter Sean Knauerhase hat Jonas kaum etwas gegenzusetzen, der ist einfach unglaublich gut. Anders war es gegen Emre Tas vom TRV, den er mit Kopfhüftwurf auf die Matte legte. Für Jonas Entwicklung ist es wichtig, dass er gute Trainingspartner hat, die ihn fordern. Das ist in seiner Trainingsgruppe bisher nur Till, mit dem er sich gut fetzen kann. Aber Till ist für Jonas deutlich zu leicht. Jonas Fähigkeiten würden sich sicher verbessern, wenn er auch Mittwochs am Training in Karow teilnimmt.
 
C - Jugend
 
Christian Klein, 2 Siege, 2 Niederlagen, 5.Platz
 
Langes Hinundher mit Maryca, bis sie ihn endlich erwischt, ein klarer Sieg gegen Madaew vom TRV und dann eine 2:9 - Niederlage gegen einen der Önder - Brüder. Dabei hätte er den besiegen müssen. Zweimal schafft er es, sich aus gegnerischen Beinangriffen Wertungen zu holen, aber die Bodentechniken, die ihm den Sieg bringen könnten, und sei es ein einfacher Halbnelson, die fehlten. Önder besiegt auch Maryca und wird Gruppenerster - das hätte Christian schaffen können.
Sehr gutes Bewegungsgefühl, enorme Kraft, was ihm fehlt ist Technik und Erfahrung. Und natürlich etwas Disziplin beim Gewichthalten: Mit 31,4 kg muss man nicht unbedingt in der 34 ringen.
 
Maryca Runds, 2 Siege, 1 Niederlage, 3. Platz
 
Nach 3 Siegen (unter anderem gegen eine enorm starke Schwedin), 2 Niederlagen und einem 4. Platz vom Frauenturnier am Vortag folgte nun eine Bronzemedaille.
Durch den späteren Gruppenersten Önder ließ sie sich mit KH erwischen. Die Brückenübertragung scheiterte am Kampfrichter. Im Finale dann stark gegen Herzog von Artern, den sie schön mit Spaltgriffen auspunktete.
Ein schönes Wochenende für Maryca.

Lars Liedloff, 1 Sieg, 2 Niederlagen

Dass Lars ein guter Sportler ist, steht außer Frage. Allerdings kann man sich die Frage  stellen, ob Lars das selbst weiß. In seinen Kämpfen lässt er gern den Kopf hängen und schaut dem Gegner lieber auf die Füße, als ins Gesicht. Der Sieg über den Hellersdorfer Artur Demjanenko sollte ihm sagen, dass es möglich ist zu siegen. Wenn Lars also an sich glauben würde, wären mehr Erfolge drinn.
 
Ansgar Reinke, 2 Niederlagen
 
Ansgars Ringweise ist stark davon abhängig, wie er über seinen Gegner denkt. Hält er ihn für stark, dann steht plötzlich ein ganz kleiner Ansgar auf der Matte.
Ich weiß nicht, ob Ansgar Ho von Warnemünde für stark hielt, gefehlt hat ihm aber die nötige Konsequenz. 2 sehr schöne Beinangriffe führten zu nichts, weil Ansgar die Sägebockstellung seines Gegners nicht eindrücken konnte! Endstand 2:6.
Der spätere Gruppenerster, Schulz aus Artern, war dann wahrscheinlich wirklich noch eine Nummer zu groß und brachte Ansgar das Aus.
 
David Tenzer, 2 Niederlagen
 
David fehlt es offensichtlich an Durchsetzungswillen - zu schnell akzeptiert er, dass sein Gegner stärker ist. Abakarow vom TRV ist ein recht wuchtiger Ringer, aber mit wenig Erfahrung. Max schaffte es mit Kraft, ihn in der ersten Runde wegzuputzen. David nicht. Auch der Kampf gegen Trainingskamerad Pien war wohl für David nur Formsache.
 
Pien Schippers, 4 Siege, 1. Platz
 
Kämpfe gegen seine Trainingsfreunde David und Max und ein kurzer Kampf gegen Valcin (TRV) brachten Pien einen schnellen Rundensieg. Sein Finalgegner schien aus härterem Holz zu sein, so dass Pien von Anfang an auf seinen Kopfhüftwurf orientiert war und dabei gute Möglichkeiten für Beinangriffe übersah.
 
Max Dittmer, 3 Siege, 1 Niederlage, 3. Platz
 
Und ich dachte, Max kann Pien langsam gefährden! Aber 2 schönen Kopfschleudern konnte Max nichts entgegensetzen, wenn er die Matte auch nicht ohne Punkte verließ. Die anderen Kämpfe machte Max sicher, wenn auch mit seine Beinabwehr im Finalkampf schwach war.
 
Niklas Nartschik, 3 Siege, 1.Platz
 
Schon das zweitemal Gold in Folge - Niklas wirkt auf der Matte unerschütterlich. Auch wenn er zurückliegt, kämpft er weiter. So wie bei Mirovice von Berolina, den er bei 9:11 auf die Schultern legte. Ein 13:5 Sieg im ersten Kampf und ein schneller Schultersieg gegen Vereinskamerad Ernst brachte Niklas die Goldmedaille.

 

 M. Ringel & A. Baldauf

Der Dank für die Fotos geht an Familie Dittmer.

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